Mittwoch, 24. Oktober 2012

TV-Duell, Teil 4

Gestern duellierten sich Obama und Romney zum letzten Mal. Das Oberthema war Außenpolitik. Das war aber nur der Aufhänger, um immer wieder in die Innenpolitik abzuschweifen und die altbekannten Argumente wiederaufzuwärmen. Insgesamt zeigten sich beim eigentlichen Thema keine allzu großen Unterschiede zwischen den beiden Kandidaten. Abweichungen gab es mehr im Detail. Die Umfragen nach der Debatte zeigten leichte Vorteile für den Amtsinhaber. Angesichts seines natürlichen Vorteils in der Außenpolitik durch das Amt keine besonders große Überraschung.

 Im übrigen zeigt sich immer mehr, wie unterschiedlich doch Wahlkämpfe in den USA und Deutschland funktionieren. Während man hier (in den Schlachtfeldstaaten wie Wisconsin und Ohio) mit Werbespots bombardiert wird, ist in den Straßen fast nichts von der Wahl zu bemerken. Während bei uns in Deutschland nahezu jeder Laternenpfahl mit Plakaten vollgehängt wird, stehen hier nur vereinzelte Schilder in Vorgärten. Im öffentlichen Raum gibt es so gut wie nichts. Hier machen Wahlkämpfer Hausbesuche und Telefonanrufe ohne Ende, in Deutschland würde ein solches Vorgehen auf großes Unverständnis stoßen. Hier unterstützen die Medien in der Regel offen bestimmte Bewerber für öffentliche Ämter, in Deutschland gibt man sich überparteilich. Das ließe sich noch weiter fortsetzen...

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