Freitag, 26. Oktober 2012

Sonntagsfrage

Zwar gibt es in Deutschland nicht ganz so viele Wahlumfragen wie in den USA, aber in Deutschland fragt man gerne mal irrelevante Fragen wie diese im Deutschlandtrend unten. Das Ergebnis ist eindeutig, etwas merkwürdig finde ich die Antwortausprägungen. Wenn man mich fragen würde, ich würde keinen von beiden wählen. Der Herausforderer ist m.E. kompetenter, die wirtschaftlichen Probleme der USA zu lösen, ändert seine Meinungen aber alle fünf Minuten und unterstützt Kandidaten der eigenen Partei mit mehr als fragwürdigen Positionen. Der Amtsinhaber hat keine wirklich gute Bilanz und sich in seinem bisherigen Wahlkampf vor allem darauf konzentriert, den Wählern zu sagen, daß sein Herausforderer schlecht und böse ist. Erst in dieser Woche hat er sich mal ein wenig dazu bequemt, dem Wahlvolk zu verraten, was er eigentlich in den nächsten vier Jahren anstellen will. Aber auch das sind alles Allgemeinplätze. Wo sind hier die genauen Infos, die man von Romney (zurecht) die ganze Zeit fordert? Vielleicht sollte man sich mal mit den Kandidaten der anderen Parteien beschäftigen, die diese Woche ihre Debatte in einem Hotel hier in Chicago hatten. Mehr dazu hier.

USA: Wen würden Sie wählen?  (Klick führt weiter zum nächsten Bild) 

Alle hiesigen Umfragen deuten im übrigen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin, allerdings liegt Obama im essentiellen Schlachtfeldstaat Ohio vorne. Gerne spekulieren die Laberrunden im Fernsehen darüber, was passiert, wenn beide Kontrahenten gleich viele Wahlmänner hinter sich scharen können: Dann wählt gemäß der Verfassung das Repräsentantenhaus den Präsidenten (allerdings haben dann die Abgeordneten aus einem Staat nur eine gemeinsame Stimme!) und der Senat den Vize-Präsidenten. Es könnte also auch auf einen Präsidenten Romney mit einem Vize-Präsidenten Biden hinauslaufen. Eine sehr interessante Konstellation!

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