Freitag, 19. Oktober 2012

Die verrückte Stadt

Die verrückte Stadt - Mad City - wird Madison häufiger genannt. Warum genau, habe ich während meines Besuchs heute nicht herausfinden können. Vielleicht ist es auch nur eine der vielen amerikanischen Abkürzungen. Auf jeden Fall kann man sagen, daß es drei Dinge gibt, die Madison dominieren. Die Universität (University of Wisconsin), die Rolle als Hauptstadt des Bundesstaates und die vier großen Seen im Stadtgebiet.
 

Die Innenstadt liegt auf einem Isthmus zwischen dem Monona- und dem Mendotasee: Insgesamt eine sehr reizvolle Lage.
Der Campus der Uni ist riesig. Hier studieren um die 50.000 Studenten - bei 210.000 Einwohnern. Dementsprechend ist das Stadtbild sehr stark beherrscht von allem Universitären. Bekannt geworden ist die Uni wegen ihres großen Schwerpunkts in Landwirtschaft und Viehzucht. Noch heute hat sie Gewächshäuser, Rinder und eine eigene Molkerei, die Milch, Käse, Eis und andere Milchprodukte verarbeitet bzw. herstellt.


Auch der letzte der drei Aspekte ist nicht zu übersehen: Das ganze Stadtbild und Straßensystem ist auf das Kapitol des Bundesstaates ausgerichtet. Die Kuppel ist höher als die des Kapitols in Washington. Und im Unterschied zur US-Bundeshauptstadt kann man in dieses Kapitol ohne Sicherheitskontrolle. Noch viel besser: Man kann sich sogar (fast) vollkommen frei im Gebäude bewegen und darf auf die Aussichtsplattform. Das Gebäude ist sehr eindrucksvoll und beherbergt interessanterweise alle Gewalten unter einem Dach: Beide Häuser des Parlaments, den Obersten Gerichtshof und das Büro des Gouverneurs. Auf dem Bild sieht man einen Abguß der Freiheitsglocke aus Philadelphia, das Veteranendenkmal des Bundesstaats und natürlich das Innere des Kuppelbaus.

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