Dienstag, 16. Oktober 2012

TV-Duell, Teil 3

Heute duellierten sich wieder einmal die Präsidentenkandidaten. Obama war wesentlich besser als letztes Mal und meines Erachtens der Sieger des Duells, wenn auch kein überzeugender Sieger. Romney war immer dann stark, wenn es um Wirtschaft, Steuern und Finanzen ging, geriet aber auch einige Male ein wenig ins Schleudern. Thematisch war das Duell viel breiter als letztes Mal: Bildung, Waffengesetze, Gleichbehandlung von Frauen, Außenpolitik, Einwanderung, Energieversorgung. Über all diese Sachen wurde gesprochen.


Es war traurig zu sehen, wie wenig sich beide an die Regeln hielten und versuchten, ihre auswendig gelernten Textstücke unterzubringen, auch wenn die teilweise nicht zu den Fragen aus dem Publikum paßten. Ein weiterer Punkt, der mich ein wenig ratlos zurückläßt, ist, daß in der Debatte wie in den Fernsehspots nicht klar wird, was Obama eigentlich in den nächsten vier Jahren machen möchte. Außer Kritik an Romneys teilweise widersprüchlichen Aussagen, den nicht vollkommen ausformulierten Plänen und der ständig wiederholten Aussage, daß jeder seinen fairen Anteil und faire Chancen bekommen sollte, ist da wohl nicht viel beim Präsidenten. Meine Prognose: Es wird wirklich eng und am Wahlabend wird wohl lange zu hören sein, daß es zu eng ist ("too close to call"), um zu sagen, wer denn einen Bundesstaat und die ganze Wahl gewonnen hat

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