Heute ging es weiter mit der Reihe der TV-Duelle. Dieses Mal waren Vizepräsident Joe Biden und Vizepräsidentenkandidat Paul Ryan an der Reihe. Diese Debatte war ganz anders als die erste. 1) Eine meist sehr souveräne Moderatorin, die eigentlich immer das Heft in der Hand hatte und eine Reihe unangenehmer Fragen stellte. 2) Zwei heftig aufeinander einschlagende Kontrahenten, die bei fast keinem Thema einer Meinung waren und sich nichts schenkten. Biden zeigte damit Obama, wie er es letzte Woche hätte besser machen können. 3) Es wurde wirklich klar, welche Alternativen die beiden Lager bieten. Von einer so polarisierten Wahl kann man in Deutschland nur träumen.
Einen klaren Sieger gab es meiner Meinung nach nicht. Vom Auftreten her war allerdings Ryan wesentlich sympathischer. Biden lachte einige Male hämisch, fiel Ryan mehrere Male ins Wort und wirkte ein wenig übermotiviert, mit manchmal zu lauter und aggressiver Stimme. Und Ryan hatte auch den größten Lacher des Abends auf seiner Seite, als es um Versprecher ging und er richtig gegen Biden austeilte, der dafür bekannt ist, daß er nicht immer die klügsten Sachen sagt. Weiter geht's nächsten Dienstag mit der zweiten Runde von Obama vs. Romney.

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