Freitag, 5. Oktober 2012

TV-Duell, Teil 1

Am Donnerstag kam der Wahlkampf zu seinem vorläufigen Höhepunkt mit dem ersten TV-Duell zwischen Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney. Eigentlich war Abendessen mit den DAAD-Kollegen angesagt, aber im Hotelpub lief das Duell dann im Fernseher. Insgesamt war es eine relativ hochtrabende Veranstaltung mit vielen Zahlen und Statistiken. Ich bezweifele, daß die große Mehrheit der Amerikaner da immer folgen konnte. Insgesamt war Obama sehr schwach und sehr defenisv. Romney machte das, was man als Herausforderer und in den Umfragen Zurückliegender machen muß: Draufhauen und die Schwächen und Fehler des Amtsinhabers offenlegen.


Das hat wohl geklappt: Viel wichtiger als die Debatte selbst ist nämlich die Diskussion danach. Die Medien und die Zuschauer waren sich dabei sehr einig: Obama war sehr schwach, und Romney war der klare Sieger. Das wurde dann mit verschiedensten Ad hoc-Umfragen und Focusgruppen untermalt - bei Fox News waren natürlich alle 39 Unentschlossenen zu Romney umgeschwenkt (!). Auch sehr auffällig: Im weitverbreiteten Faktencheck schnitten beide Kontrahenten nicht besonders gut ab. Und auch der Moderator kam nicht besonders gut weg, was ich nachvollziehen kann. Denn außer Fragenstellen hat er nichts gemacht, was er machen sollte, z.B. auf das Einhalten der Regeln drängen und auch mal unangenehme (Rück-)Fragen stellen. Nächste Woch geht es mit den Vizepräsidentenkandidaten weiter.

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