Mittwoch, 21. November 2012

Einsamkeit im Café

Starbucks hat die Kaffee- und Caféwelt der USA eindeutig revolutioniert. Vor Starbucks gab es hier mehr oder weniger nur warmgehaltene braune Plörre. Jetzt bekommt man die grandiosesten Kreationen mit lächerlichen Größenbezeichnungen ("tall", "grande", "venti" - ich bestelle aus Prinzip immer "small") zu unglaublich hohen Preisen. Mittlerweile haben zahlreiche andere Ketten das Konzept kopiert. Was aber die meisten dieser Kaffeeläden nicht hinbekommen, ist, wie in europäischen Kaffeehäusern oder Cafés eine richtige kommunikative Atmosphäre zu schaffen. Hier sitzen die Leute in der Regel alleine vor ihrem Mac, lesen oder arbeiten. Menschen, die sich dort treffen, um sich zu unterhalten, sieht man selten. Ich finde das traurig - wahrscheinlich würde Edward Hopper seine "Nighthawks" heutzutage einsam sitzend vor einem Laptop in einem Starbucks malen.


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