Montag, 19. November 2012

Der Schweineschlächter der Welt

Früher war Chicago für seine Schlachthöfe bekannt. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ein Großteil des US-amerikanischen Schlachtviehs per Eisenbahn hierhergebracht. Die "Union Stockyards" hatten eine Quadratmeile Fläche. Hier wurde die Verwendung des Viehs perfektioniert: Fließbänder wurden überall genutzt, die Arbeiter mußten nur einzelne Schnitte oder Arbeitsschritte übernehmen und waren daher schnell austauchbar und - wie ich bereits im letzten Jahr an dieser Stelle geschrieben habe - es wurde alles verwendet, bis auf das Quieken.


Grund genug, vor Ort nachzusehen. Von den Schlachthöfen ist heute fast nichts mehr übrig. Anfang der 1970er-Jahre stellten die Schlachthöfe ihren Betrieb ein, und das ganze Areal wurde in einen Gewerbepark umgewandelt. Heute erinnert nur noch das Eingangsportal an die einstige Verwendung des Geländes. Und natürlich der nahegelegene Stadtteil, der immer noch "Back of the Yards" heißt, sowie der vor sich hinblubbernde Arm des Chicago-Flusses, in den früher alles nur Erdenkliche eingeleitet wurde...

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