Montag, 28. Mai 2012

Tagsüber im Museum

Heute war ich im Museum für Technik und Naturwissenschaft (Museum of Science and Industry) im Stadtteil Hyde Park im Süden von Chicago. Das Gebäude ist das einzige Überbleibsel der Weltausstellung von 1893 und hat beeindruckende Ausmaße. Das Museum ist ein riesiges Sammelsurium verschiedenster Dinge: Zirkusmodelle, alles Mögliche zur Raumfahrt, Lokomotiven, Autos, vieles zu naturwissenschaftlichen Phänomenen, der menschliche Körper, eine nachgebaute Kohlemine und ein deutsches U-Boot sind nur einige der Exponate. U 505 habe ich mir ganz genau angesehen. Es ist das einzige im 2. Weltkrieg von den Amerikanern aufgebrachte deutsche U-Boot. Nach dem Krieg war es militärisch nicht mehr von Nutzen und wurde vom Atlantik über den Sankt-Lorenz-Seeweg und die Großen Seen nach Chicago geschleppt. Ursprünglich lag das Boot draußen, vor einigen Jahren wurde aber eine eigene Halle gebaut, um es vor weiterem Verfall zu bewahren. Im Gegensatz zu Waffen oder militärischem Großgerät in deutschen Museen ist das Boot nicht kampfunfähig (etwa durch Zuschweißen der Torpedorohre) gemacht worden.


 Das ganze Museum war sehr stark auf Kinder ausgerichtet, generell gab es sehr viele Dinge zum Ausprobieren, sehr viele Lichter und Geräusche.Teilweise fand ich es aber auch ziemlich albern, zum Beispiel das Spiegellabyrinth oder die Erdölausstellung, bei der die verwertbaren Informationen gegen Null gingen. Fazit: ein gelungender Museumstag, aber insgesamt gibt es nicht so viele herausragende Exponate - die sind wohl alle in Washington im Smithonian. Dafür eben viel zum Lernen und Mitmachen.


1 Kommentar:

  1. HA! Die Kriegswaffenkontrollgesetze! Also, ich meine: Unglaublich, daß somit (faktisch) eines der U-Boote der U.S.-amerikanischen U-Bootwaffe noch brauchbar ist; also bei der Angabe der Gesamtzahl der Boote Teil der Summe ist und mitgezählt wird! Das schafft unser U-995 in Laboe (*zwinker*) nicht mehr. Unsere 206er sowieso nicht mehr.

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