Am Montag ist Memorial Day, also so etwas wie Heldengedenktag. Das ist nicht nur der offizielle Beginn des Sommers und einer der unzähligen Anlässe für Rabatte im Einzelhandel, sondern auch die Gelegenheit, den gegenwärtigen wie früheren Soldaten der US-Streitkräfte für ihren Einsatz und ihre Opfer für das Vaterland zu danken. Die Parade in Chicago fand bereits heute statt. Natürlich waren Soldaten und Veteranen anwesend, aber der Zug bestand hauptsächlich aus Schülern und Studenten in Uniform.
Denn, was ich bisher nicht wußte, ist, daß es ein Reserveoffizier-Ausbildungskorps und die dazugehörige Juniorenvariante gibt. Dieses freiwillige Programm besteht aus vormilitärischer Ausbildung sowie Unterricht in Militärgeschichte und Staatsbürgerkunde. Insgesamt ist das ein wichtiger Rekrutierungsweg für die US-Streitkräfte und für viele der einzige Weg, an einer Universität oder einem College zu studieren. Das ganze wirkte ein wenig befremdlich: In Deutschland ist man nicht nur keine Militärparaden mehr gewohnt, sondern auch, daß Jugendliche in Uniform herumlaufen. Das Exerzieren muß allerdings geübt werden, das war bei den meisten schlecht.
Als Ehrengast war übrigens David Petraeus anwesend, jetziger CIA-Chef und vormals in leitender Position an den Einsätzen im Irak und Afghanistan beteiligt (auf dem Bild der Mann mit Anzug und Baseballkappe, links von ihm der Chicagoer Bürgermeister, Rahm Emanuel).



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen