Montag, 8. April 2013

Willkommen in der Familie!

Letzten Freitag war ich bei einer Einbürgerungszeremonie. Ein guter Freund von mir hatte es nach einigen bürokratischen Hürden endlich geschafft. Jetzt ist er Amerikaner und Teil der amerikanischen Familie. Für die Zeremonie war auf 9 Uhr eingeladen worden. Los ging es aber erst um 10 Uhr. Vorher gab es noch einiges bürokratisches Tamtam mit Unterlagen abgeben und kontrollieren - dabei mußten die Protagonisten immer darauf achten, auf den richtigen Platz zurückzukehren, damit es kein Chaos gibt.
Die eigentliche Zeremonie begann dann mit einem Filmeinspieler über die Geschichte der Einwanderung: In schwarz-weiß wurden glückliche Immigranten, wiederholt die Freiheitsstatue und Ellis Island gezeigt. Dann wurde gemeinsam die Nationalhymne gesungen und es gab eine Rede von einem Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde. Unweigerlich ging es dem Höhepunkt entgegen, als alle anwesenden Nationalitäten aufgerufen wurden und, nachdem sie dann alle standen (142 Neubürger aus 46 Ländern, klare Dominanz von Mexiko, Indien und Polen), gemeinsam den Staatsbürgereid sprachen. Jeder bekam dann seine Einbürgerungsurkunde persönlich überreicht. Nach Fahneneid, Willkommensbotschaft des Präsidenten und einem zu Tränen rührenden patriotischen Abschlußlied mit toller Bebilderung (Lee Greenwood: "God bless the USA") war die Zeremonie beendet. Insgesamt sehr beeindruckend - jetzt würde ich gerne im Vergleich mal eine Einbürgerungszeremonie in Deutschland sehen. Beim Herausgehen konnte man sich übrigens auch gleich als Wähler registrieren lassen.

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