Samstag, 24. September 2011

Louisville, Kentucky

Egal, wem ich das vorher erzählte. Bei der Erwähnung meines Reiseziels Louisville, Kentucky, gab es von vielen Amerikanern nur ein breites Lächeln oder Lachen. Vermutlich gelten die Einwohner von Kentucky als richtige Hinterwäldler ("hillbilly"). Louisville entspricht diesem Vorurteil nicht, immerhin hat die Stadt (zusammen mit Jefferson County) mehr als 700.000 Einwohner.
Die Lage an dem hier schon riesigen Ohio bzw. den Ohio-Fällen hat die Stadt groß gemacht. Laut einer Werbebroschüre fahren hier auf dem Ohio mehr Schiffe (gemessen in Tonnage) vorbei als auf dem Suez- oder dem Panamakanal. Das halte ich für eine Übertreibung, aber gegenüber den Schiffen auf dem Rhein sind die hier vorbeifahrenden Kähne (wie so vieles in den USA) zwei, drei Nummern größer.
Die Innenstadt besteht im wesentlichen aus Firmen-Hochhäusern, Parkhäusern, Hotels, Restaurants und einer größeren Zahl an Ruinen. Insgesamt gibt es aber noch relativ viele Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Was hat die Stadt zu bieten: Den größten Baseball-Schläger der Welt (incl. Museum), Kentucky Bourbon (lecker!), das Muhammad Ali-Museum (Louisville ist seine Heimatstadt), die weltweite UPS-Logistik-Zentrale (riesiger Flughafen), 90 Prozent aller Diskokugeln der Welt kommen von hier, "Happy Birthday to you" wurde hier gedichtet und Colonel Harland Sanders, der Gründer von Kentucky Fried Chicken, ist in der Stadt begraben.

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