Freitag, 28. Juni 2013

Viva Las Vegas!


Erste Station der großen Rundreise durch den amerikanischen Südwesten ist Las Vegas. Das ist wirklich eine atemberaubende Stadt. Atemberaubend, weil man desöfteren denkt, daß es einfach nicht sein kann, was man gerade sieht: Ausbrechende Vulkane, wunderschöne Wasserspiele, Nachbauten vom Hofbräuhaus, ägyptischen Bauwerken, New York, Paris und Venedig sind nur damit beschäftigt, sich gegenseitig zu übertreffen und ein tolles Ambiente für das Geldausgeben zu schaffen - sei es nun beim Spielen, Essen, Trinken, Musikhören und Showsschauen oder Sex. Atemberaubend auch, weil der schöne Schein natürlich auch viele Schattenseiten hat.


Im Grunde ist die Stadt eine Steigerung von allem, was in Amerika gut und schlecht ist: Protzender Reichtum und schreckliche Armut nebeneinander, glitzernde Fassaden und ein toller erster Eindruck, dahinter ist dann aber nichts Besonderes oder nur Alltägliches und daneben ist dann eine Invesititionsruine oder eine Brache, Verschwendung und Perfektionismus.


Und das ganze findet dann auch noch an einem klimatisch nicht besonders geeigneten Ort statt. In diesen Tagen werden die 40 Grad locker überschritten. Energie und Wasser sind zwar dank des Mead-Stausees (noch) genug vorhanden, aber die Zahl der Solarzellen, die ich hier gesehen habe, würde in Deutschland nicht mal für drei Hausdächer reichen. Ich möchte nicht wissen, was allein die Klimaanlagen oder die Leuchtreklamen für Strom fressen.


Gespielt habe ich natürlich auch. Die Verluste halten sich in Grenzen. Allerdings hält man es in den Casinos auch nie wirklich lange aus. Dafür ist da einfach zu viel Geblinke und Lärm.






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