Mittwoch, 27. Februar 2013

Die nächste Klippe

Und schon wieder ist es so weit. Wie bei "Täglich grüßt das Murmeltier" geht es in der US-amerikanischen Politik in regelmäßigen Abständen um die Schuldenobergrenze und die automatischen Einsparmaßnahmen. Dieses Mal werden die automatischen Ausgabenkürzungen nicht "Fiskalklippe", sondern "Sequester" genannt. Das Verb kann "beschlagnahmen" heißen. Und so ähnlich ist es auch, wenn Ausgaben gekürzt, also fest eingeplante Gelder wieder eingezogen bzw. beschlagnahmt werden.
Und jetzt hört man aller Orten, was die Konsequenzen des Sequesters sind: 1 Million Arbeitsplätze fallen weg, Flugzeugträger können nicht mehr auslaufen, Northwestern muß auf Forschungszuschüsse und Drittmittel verzichten, die Tower auf kleineren Flughäfen werden geschlossen, und das Haus von Abraham Lincoln in Springfield, Illinois, hat kürzere Öffnungszeiten.
Das hört sich alles in allem sehr dramatisch an, aber man kann sich darauf verlassen, daß bei all der Pokerei zwischen Republikanern und Demokraten am Ende wieder irgend eine Wischi-waschi-Lösung herauskommt, die das Problem einige Monate in die Zukunft verschiebt. Auf Dauer läßt sich allerdings nie eine der Grundregeln der Finanzpolitik ignorieren: Man kann nicht permanent mehr Geld ausgeben als man einnimmt!

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