Montag, 21. Januar 2013

Eiskalte Inauguration

Bevor ich nach Chicago kam, wurden mir richtige Winter versprochen. Bisher war der Aufenthalt hier in dieser Hinsicht wirklich enttäuschend. Jetzt endlich zeigt der Winter einmal, was er kann. Arktische Kälte strömt in den Mittleren Westen. Die Wetterkarte zeigt es deutlich: Temperaturen zwischen -3 und 10 Grad Fahrenheit gab es heute. Mit dem Wind zusammen soll sich das dann heute nacht wie -20 Grad Fahrenheit anfühlen. Das ist schon im Bereich jenseits von -30 Grad Celsius. Da kann man dann endlich mal die lange Unterwäsche rausholen. Hoffentlich kommt auch noch der versprochene Schnee.



In Washington war es nicht ganz so kalt, aber angenehm war es sicher auch nicht. Die USA hat jetzt den neuen alten Präsidenten, und das wurde heute kräftig gefeiert. Mir war das ganze nicht neu, aber dank der Präsentation in den Medien wirkte es noch mehr wie eine Mischung aus religiöser Zeremonie und Krönung eines Monarchen. Die Antrittsrede wurde weitestgehend als besser aufgenommen als die der ersten Amtszeit. Mal sehen, was Obama in den etwa zwei Jahren, die er effektiv noch hat, bewirken kann. Ich würde - wie schon in der ersten Runde - nicht zu viel von ihm erwarten.


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