Ich habe mir eben zum ersten Mal eine komplette Debatte der republikanischen Präsidentschaftskandidaten angesehen. Anders als in Deutschland läuft das hier mit Publikum ab. Zu Beginn gab es die Nationalhymne, während der sich alle zur Fahne drehten. Dann ging es zur Sache in den Politikfeldern Außen- und Sicherheitspolitik. Ein entscheidender Ausweis sicherheitspolitischer Kompetenz scheint der Dienst von Familienangehörigen in den Streitkräften zu sein: Geschwister, Kinder, Eltern wurden da ins Feld geführt. Fand ich etwas merkwürdig.
Ich hatte keinen Favoriten, allerdings machten einige Kandidaten einen besseren Eindruck, nämlich Romney und Gingrich. Perry erinnert sehr an George Bush Jr., liegt möglicherweise an der texanischen Herkunft. Ron Paul versuchte sich als der isolationistischste Kandidat darzustellen, der immer Freiheit und Grundrechte hochhielt. Rick Santorum erwähnte mindestens viermal, daß die USA die "shining city on the hill" sei. Michelle Bachman wirkte mehrmals unsicher, genauso wie Herman Cain, der gerne in Aufzählungen zu sprechen scheint und Moderator Wolf Blitzer einmal mit "Blitz" ansprach. Huntsman spielte ein wenig den verkannten Genius, für den Außen- und Sicherheitspolitik ein Heimspiel sind, der aber in den Umfragen nicht so recht punkten kann. Er wurde im Vorfeld m.E. auch am meisten vom ausrichtenden Sender CNN in den Vordergrund gerückt. Aber auch das wird ihm mit Sicherheit nicht helfen. Das einzige, worin sich alle einig waren, ist, daß Obama das Land nicht führt, seine Position in der Welt nicht verteidigt und kein Patriot ist.
Mal schauen, wie es weitergeht: Es stehen noch einige Debatten ins Haus!
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