Gestern abend war ich zum ersten Mal richtig lange aus in Chicago. Dabei habe ich wieder einige Dinge gelernt. 1) "Bottle service": In diverse Bars oder Clubs kommt man nur rein, wenn man beim "Flaschendienst" mitmacht, d.h. man eine ganze Flasche Schnaps kauft. Das ist natürlich einerseits dämlich, wenn man einfach nur ein paar Bier trinken will. Andererseits sorgt das für ordentlich besoffene Kunden, die dann sicher noch mehr Geld in dem jeweiligen Laden lassen, aber auch für soziale Selektivität, denn nur ein geringer Prozentsatz der hiesigen Bevölkerung kann sich Flaschen im dreistelligen Dollarbereich leisten.
2) Türsteher und Sicherheitspersonal haben die amerikanische Mentalität, Anweisungen und Vorgaben 1:1 zu befolgen, perfekt umgesetzt und können in keiner Weise flexibel auf Situationen reagieren ("Wir schließen, bitte rausgehen!" (gesagt um 2.45 Uhr, der Laden schloß um 3.00 Uhr) "Wir möchten auf unseren Freund warten, der gerade auf dem Klo ist." (Bis unser Freund zurückkam, kamen noch geschätzt 80 Leute aus dem Keller, und auch nach uns waren noch mindestens 50 Leute in der Bar) Dennoch: Keinerlei Verständnis und unsinnige Diskussion).
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