Donnerstag, 6. September 2012
Bundesparteitag, Teil 4
Leider hatte ich für den Parteitag der Demokraten weniger Zeit als für den der Republikaner. Wegen eines Schadens an einem Zug und der daher verspäteten Ankunft zu Hause, konnte ich auch nur die letzten Minuten von Obamas Rede sehen.
Herausragend war die Rede von Bill Clinton, der mit voller Breitseite auf die Republikaner schoß. Er nahm die republikanische Kritik an Obama und Fehler aus deren Reden vom eigenen Parteitag fein säuberlich auseinander. Eine sehr kämpferische, rheotorisch ansprechende Präsentation - viele amerikanische Kommentatoren meinen, es sei die beste Rede seines Lebens gewesen. Zwei Punkte sind mir allerdings aufgefallen: Es fiel kein Wort zu Außen- und Sicherheitspolitik, und die Botschaft war mehr oder weniger: Wir müssen auf die nächsten vier Jahre hoffen, dann wird es schon aufwärts gehen. Das wird aber möglicherweise nicht reichen, wenn sich nicht einige wirtschaftliche Indikatoren vor der Wahl noch deutlich verbessern.
Auf jeden Fall ist jetzt die heiße Wahlkampfphase eingeläutet. Die Kandidaten werden jetzt ihre Aktivitäten noch mehr auf die Schlachtfeldstaaten konzentrieren. Was nichts anderes heißt, als daß sie Illinois links liegen lassen werden. Denn, daß die Demokraten hier gewinnen werden, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
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