Mittwoch, 7. März 2012

Super-Dienstag

Es war sogar die erste Nachricht in der 20 Uhr-Tagesschau heute abend: Gestern war Super-Dienstag mit Vorwahlen in 10 Bundesstaaten. Ich habe wieder die CNN-Berichterstattung verfolgt und gelernt, daß man zum Beispiel in Idaho im Rahmen der Wahlversammlungen Münzen in bereitstehende Eimer wirft, um seine Stimme abzugeben. Im übrigen werden in einigen Bundesstaaten alle Delegierten an den Sieger des Bundesstaates vergeben, in anderen wird wiederum proportional verteilt. Die genauen Bestimmungen der Wahlregularien liegen eben in der Hand der Bundesstaaten und daher macht jeder sein eigenes Ding. Toll finde ich, daß über die Delegiertenstimmen, auf die es eigentlich ankommt, am wenigsten berichtet wird. Meistens geht es um die Gesamtstimmen im Staat ("popular vote") oder um besonders bedeutsame Landkreise (counties).

 
Auch wenn Romney sechs von zehn Staaten gewonnen hat und relativ klar vorne liegt, ist das ganze Spektakel noch nicht vorbei. Mittlerweile bin ich ja der Meinung, daß dieses ganze Prozedere vollkommen ineffizient und sogar undemokratisch ist, weil die Wähler unter verschiedenen Bedingungen, mit verschiedenen Informationen zu verschiedenen Zeitpunkten ihre Stimme abgeben. Besser wäre es doch, wenn alle 50 Staaten am gleichen Tag abstimmen würden. Aber die Amerikaner lieben halt den (mehr oder weniger) sportlichen Wettbewerb und ihre Wahltraditionen. Und CNN hätte ja auch nichts mehr zu berichten und hätte keine Verwendung mehr für seinen tollen Tatsch-Bildschirm.

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